24h companies vereitelte Buntmetalldiebstahl in Bad Deutsch-Altenburg

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendein Medium im deutschsprachigen Raum über den Diebstahl von Altmetall und dessen manchmal gravierende Folgen berichtet. Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn Erdungskabel einer Bahnlinie gestohlen wurden, und dann aus sicherheitstechnischen Gründen der Bahnbetrieb bis zur Wiedererrichtung pausieren muß. Auch in unserem Mediennetzwerk wurde in den vergangenen Jahren über solche Ereignisse berichtet (1 | 2 | 3).

Altmetall ist ein wertvoller Rohstoff, der zum Tages-Kilopreis gehandelt wird. Je nach Metall und Qualität liegen die Preise gegenwärtig zwischen 12 Cent bis 8.- € pro Kilogramm. Ein einträgliches Geschäft für Kriminelle – doch selten können die Täter auf frischer Tat ertappt werden. Glückstreffer, wie zuletzt in der vergangenen Woche bei einer Schwerpunktaktion der SOKO-Ost sind die Ausnahme. Ein Buntmetalldieb, der das geklaute Material in Form einiger Kupferkabel im Rucksack hatte, konnte am Bahnhof in Bruckneudorf (Bgld.) festgenommen werden (siehe Bericht).

Am Montag, den 3. März um 13:05 Uhr konnte unser Herausgeber am abgesperrten Gelände der abgebrannten Lagerhalle der Firma Dürnsteiner in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) ein Pärchen beobachten, das aus einem kleinen Betriebsobjekt Maschinenteile ins Freie trug und Teile davon demontierte. Offensichtlich waren der Mann und die Frau dabei, Altmetalle zu entwenden. Eine sofortige telefonische Nachfrage bei Herrn Dürnsteiner jun. ergab, daß diese Personen nicht berechtigt waren, dort Altmetalle einzusammeln. Darauf wurde die Polizeiinspektion Hainburg verständigt, die ihrerseits sofort die Entsendung einer Streife und zuständigkeitshalber auch die Alarmierung der PI Regelsbrunn zusagte.

Bis die Polizei eintraf, gab der Tatverdächtige gegenüber unserem Herausgeber zu, auf dem Areal, das er nur durch Umfahren der Absperrung mit seinem Kombi erreichen konnte, Altmetalle für den Weiterverkauf eingesammelt zu haben. Neben seinem Kombi, einem silberfarbenen Opel Astra 1,6i mit dem slowakischen Kennzeichen aus der etwa 110 Kilometer entfernten Region von Nitra (NR) lagen einige Metallteile zum Abtransport hergerichtet. In einem Plastikkübel befanden sich eine handvoll Kabel höherwertigen Metalls. Auf der Ladefläche des Wagens stand eine Kiste mit umfangreichem Werkzeug, das für die Demontage verwendet wird, aber ebenso beispielsweise für Einbrüche verwendet werden könnte. Bei den Personen handelt es sich um slowakische Staatsbürger.

Nach dem Eintreffen des Zivilfahrzeuges der Kriminal-Gruppe Hainburg wurden die Personalien überprüft, die weitere Amtshandlung übernahmen dann die Beamten der PI Regelsbrunn; eine Meldung an die Staatsanwaltschaft wurde lt. zuletzt eingelangten Informationen des Bezirkspolizeikommandos Bruck/Leitha veranlaßt.

Nachdem wir davon ausgehen, daß diese Täterkreise ihre Tathandlungen kontinuierlich begehen, somit gewerbsmäßig, ersuchen wir die Leser auf Wahrnehmung hinsichtlich des Fahrzeuges der Verdächtigen zu achten. Sollte dieses Fahrzeug im Zusammenhang mit verdächtigen Begleitumständen wahrgenommen werden, empfehlen in weiterer Folge unverzüglich, den Polizeinotruf 133 zu betätigen. Für einen etwaigen Datenabgleich des Kennzeichens steht die Redaktionsnummer 0688-862 9456 zur Verfügung.

einige Wochen später:

Diesmal arbeitete die Polizei korrekt – Diebespärchen festgenagelt

2014-03-07

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