Glück im Unglück – Wohnungsöffnung durch Fenstereinstieg

(Niederösterreich) Glück im Unglück hatte ein 32-jähriger Familienvater, als er am 3. Februar gegen 16:15 Uhr seine Wohnung in der Preßburger Reichsstraße in Hainburg verließ und auf den innenseitig der Wohnungstür angesteckten Schlüssel vergaß. In dem Moment als die Tür ins Schloß fiel, hatte sich der Mann auch schon ausgesperrt. Um Hilfe ersuchte er die Freiwillige Feuerwehr Hainburg, die mit zwei Fahrzeugen (RLFA & KDO) und neun Mitgliedern anrückte. In solchen Fällen, in denen der Einsatz der Feuerwehr außerhalb der gesetzlich vorgegebenen Hilfeleistungspflicht erfolgt, hat der Hilfesuchende eine Erklärung zu unterfertigen, die eine Haftung der Wehr bei etwaig entstehenden Schäden, befreit; abgesehen davon, sind auch die Kosten für ihn selbst zu tragen.

Als der stellvertretende Kommandant, Josef Wiesinger den Schließmechanismus der Eingangstüre unter Augenschein nahm, fragte er den Wohnungsinhaber vorsorglich, ob nicht vielleicht ein Fenster in der Wohnung geöffnet wäre. Eine Nachschau ergab, daß glücklicherweise tatsächlich eines der im 1. Stock befindlichen Wohnung gekippt war. Sollte der Zutritt über das Außenfenster möglich sein, würden anzunehmende Schäden an dem Türschloß bzw. der Eingangstüre vermieden werden können.

Für diese Option hat die Feuerwehr Hainburg einen eigenen Öffnungsbehelf entwickelt, dessen Einsatz jedoch äußerstes Fingerspitzengefühl erfordert. „Chefsache“ erklärte uns ein Mitglied und Oberbrandinspektor Wiesinger bestieg die Leiter und konnte nach einigen Minuten Arbeit das Fenster ohne jegliche Beschädigung öffnen. Nachdem sich allerdings ein stattliches Familienmitglied in Form eines Labrador in der Wohnung befand, wurde zur Öffnung der Eingangstüre dem Familienoberhaupt der Vortritt gelassen.

14-02-05

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