HOFER ruft „Bärlauch aus Wildsammlung“ wegen möglicher Vergiftungsgefahr zurück

Vergiftungsgefahr Bärlauch vom HOFER - Rückruf

(Österreich) Aus der Produktserie „Zurück zum Ursprung“ (!) ruft die HOFER KG mit 27.3.2013 „Bärlauch aus Wildsammlung“ zurück, da in einer amtlichen Probe ein Stück eines Aronstab-Blattes nachgewiesen wurde. Die Blätter vom Aronstab (Arum maculatum) enthalten ätzende Gifte¹. Die gesamte Pflanze ist giftig und enthält in großen Mengen Caliumoxalat und den Scharfstoff Aroin. Eine Vergiftung bei innerer Aufnahme zeigt sich durch Entzündungen der  Mundschleimhäute und Anschwellen der Lippen, auf der Zunge und im Rachen kommt es zu schmerzhaftem Brennen. Weiterhin können sich unregelmäßiger Herzschlag, Krämpfe und innere Blutungen einstellen².

Der Lieferant war die Marchfeldgemüse GmbH. Da die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden kann, daß sich in weiteren Packungen ebenfalls Teile der giftigen Pflanze befinden, erfolgt der Rückruf des Produktes; es ist nicht zum Verzehr geeignet, wie die AGES verlautbart.

Eine Rückgabe ist in allen Filialen der HOFER KG auch ohne Rechnung möglich, der Kaufpreis wird rückerstattet. Für Rückfragen wurde vom Hersteller eine Servicestelle eingerichtet, die unter:

Tel.: 02249/7310-10 oder marchfeld(at)eom.at
erreichbar ist.

Bemerkenswert erachten wir die Feststellung, die zum Aronstab in der Buchserie „Die farbigen Naturführer„, dem Fachbuch „Beeren, Wildgemüse, Heilkräuter“ getroffen wurde:

„Merkmale: 15 bis über 30 cm hohe, unverwechselbare Pflanze.“

¹ Quelle
² Quelle

2014-03-27

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