Leichtsinn führte zu einem Großeinsatz der Einsatzkräfte

zivile und uniformierte Kräfte der Polizei beim Umweltsünder | Foto: 2-4.co
zivile und uniformierte Kräfte der Polizei – allgemeines Kopfschütteln

(Niederösterreich) Gesprächsthema No 1 ist in der Region Hainburg/Donau gegenwärtig die Brandserie, die im Sommer dieses Jahres begann und aktuell das Ausrücken der Feuerwehr bis zu 2x täglich (!) erfordert. Wurden die Ermittlungen zu den Brandstiftungen in Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg zu Beginn der Serie von den Polizeiinspektionen Regelsbrunn und Hainburg vorgenommen, ist aktuell das Landes- und Bundeskriminalamt damit betraut; die lokalen Polizeidienststellen selbstverständlich beteiligt. Mittlerweile ermitteln die Sicherheitsbehörden auf Hochdruck – das wohl Schlimmste, abgesehen von den Sachschäden ist eingetreten: in der Bevölkerung herrscht große Beunruhigung und teilweise Angst.

Am 18. November gab es wegen eines Wohnwagenbrandes zu Mittag Einsatzalarm. Nur wenige Stunden nach diesem Ereignis, dessen Ursache auf Brandstiftung zurückgeführt wird, wurde neuerlich Feueralarm wegen eines Flurbrandes ausgelöst. Rauch wurde von der Bundesstraße 9 außerhalb des Ortsgebietes zwischen Hainburg/D. und Wolfsthal wahrgenommen und via Notruf bei der Polizei gemeldet. Mit Flurbränden begann auch im Sommer die Serie der Brandstiftungen, weshalb mit einer entsprechend großen Zahl von Polizeikräften der gemeldete Brandort aufgesucht und parallel die Suche nach möglichen Verdächtigen eingeleitet wurde.

Abbrennen von Gartenabfall | Foto: 2-4.co
nicht nur Strauchschnitt wurde hier offensichtlich abgebrannt

Angehörige der Kriminalgruppe sowie uniformierte Polizeikräfte trafen nach Lokalisierung der vermeintlichen Brandstelle am „Tatort“ ein. Diese so abgelegen, daß die Anfahrt über Felder und Wiesen erforderlich war. Allgemeines Kopfschütteln und Unverständnis machte sich breit, als der Grund für den Einsatz offenkundig wurde. Der Besitzer eines außerhalb des Stadtgebietes gelegenen Anwesens hatte einfach seine „Gartenabfälle“ abgebrannt. Verboten, wie uns bekannt ist und die Polizei bestätigt. Die Grundlage, das Abfallwirtschaftsgesetz. Der Gemeindeverband für Abfallbehandlung Bruck/Leitha (GABL) teilt auf Anfrage ergänzend mit, daß eine Zulässigkeit nur im Rahmen eines sogenannten Brauchtumsfeuers nach vorheriger Anmeldung bei der Bezirkshauptmannschaft gegeben wäre.

Fahrzeuge der Polizei | Foto: 2-4.co
Fahrzeuge der Polizei und Feuerwehr – der Einsatz wurde widerrufen – man geht mit Verständnislosigkeit …

Angesichts der gegenwärtigen Situation verärgerte diese „Unbedachtheit“ die zur Hilfe geeilten Einsatzkräfte. Ob es zu einer Anzeige seitens der Polizei kommen wird, konnte bis zum Redaktionsschluß nicht eindeutig geklärt werden. Jedenfalls erwartet den Umweltsünder laut dem Hainburger Feuerwehkommandanten Christian Edlinger eine Rechnung über die Kosten des Feuerwehreinsatzes, die „Einige Hundert Euro“ ausmachen wird.

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