Polizeibeamte retteten unglückliche Seele aus der Donau

Lebensrettung in Wien

(Wien) Am 6. Jänner rettete die Besatzung des Polizeibootes „Freudenau“ einem 48-jährigen Mann, der in selbstmörderischer Absicht vom Steinitzsteg¹ in die Donau sprang, das Leben. Der Presseaussendung des Innenministeriums zur Folge, beobachtete ein Radfahrer auf der Brücke, wie der Mann auf einer ihrer Ausbuchtungen stand und auf den Donaustrom blickte. Momente darauf sah der Freizeitsportler den Mann im Wasser treiben und verständigte via Notruf die Polizei.

Die Angehörigen des Stromdienstes der Landespolizeidirektion Wien (LPD Wien), Andreas Bociurko, Norbert Glück sowie Werner Müller setzten die „Freudenau“ in Fahrt und begaben sich zum Unglücksort. Zwischen dem Steinitzsteg und der Floridsdorferbrücke konnten sie den Mann finden und ihn lebend aus dem Wasser ziehen. Mit Unterkühlung wurde er nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in das Krankenhaus gebracht. In Anbetracht der gegenwärtig herrschenden Temperatur der Donau, die zwischen 3-4° Celsius liegt, wurde dem Mann durch das rasche Handeln der Polizeibeamten das Leben gerettet.

Die Lebensretter der Polizei WienDie Lebensretter der Polizei Wien: v.l.n.r.: GrI Norbert Glück, GrI Andreas Bociurko und RvI Werner Müller

→ Wissenswertes: Der Körper reagiert manchmal nach dem Eintauchen in kaltes Wasser anders als bei einem Kälteschock (lt. Fachmeinung in bis zu einem Fünftel der Fälle). Da kann es zu einem Reflex kommen bei dem sich der Luftweg durch einen Muskelspasmus (Muskelkrampf) verschließt. Dadurch kann kein Wasser in die Luge, aber auch keine Luft eindringen. Es wird davon ausgegangen, daß dies ein Schockreflex ist, der in dem Moment eintreten kann indem kaltes Wasser in den Rachen oder die Nase eindringt. Dies wird als „trockenes Ertrinken“ bezeichnet.

¹ eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer

Foto: © LPD Wien

14-01-12

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